Umwelt

Extreme Hitzewellen nehmen zu und verstärken Erderwärmung!

Extreme Hitzewellen nehmen zu und verstärken Erderwärmung!
Durch die Treibhausgase der großen Monopole in der Luft heizt sich die Erde immer mehr auf. Foto: Lykaestria

15.08.13 - Weltweit sind extreme Hitzewellen nach Einschätzung von Forschern des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) künftig immer häufiger zu erwarten. Bereits in sieben Jahren wird es demnach im Sommer doppelt so viele starke Hitzewellen geben wie heute.

Die Treibhausgase, die sich schon jetzt in der Atmosphäre befinden, lassen diese Hitzewellen unvermeidlich zunehmen. Und diese heizen selbst wiederum die Erderwärmung weiter an, wie eine Forscher-Gruppe des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena feststellte. Durch die Trockenheit ziehen Pflanzen weltweit heute jährlich elf Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid aus der Luft, als sie es ohne diese extreme Hitze tun könnten.

Ein Bericht der „World Meteorological Organisation" führt aus, dass das vergangene Jahrzehnt weltweit das wärmste seit dem Beginn der meteorologischen Messungen im Jahr 1850 war.

Wenn weiter soviel Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen wie bisher, werden sich - nach der Studie des PIK - die Hitzwellen bis 2020 voraussichtlich verdoppeln und bis 2040 vervierfachen. Hitzeextreme könnten bis 2100 im Sommer auf 85 Prozent der globalen Landflächen auftreten, und 60 Prozent der Landflächen würden von Hitzeereignissen in einer Intensität betroffen, wie sie heute noch so gut wie nie vorkommen. Hauptsächlich verursacht wird das durch Produktionsweise der internationalen kapitalistischen Großkonzerne, die auf der äußerst profitablen Verbrennung fossiler Rohstoffe basiert.

Wir befinden uns nicht erst am Beginn des Umschlags in eine globale Umweltkatastrophe, sondern sind bereits mitten drin. Die Extrem-Wetter sind dabei nur ein Faktor. Treibhauseffekt, Ozonloch, Vernichtung tropischer Regenwälder, Versauerung der Weltmeere, Zerstörung von regionalen Ökosystemen usw. wirken zusammen und verstärken sich gegenseitig.

Der Vorsitzende der MLPD, Stefan Engel stellt deshalb in einem Interview vom 13. August 2013 nachdrücklich fest: „Die weltweite kapitalistische Produktionsweise und der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit stehen sich inzwischen unversöhnlich gegenüber. Um die Umwelt zu retten, muss der Kapitalismus überwunden werden". Er betonte, „dass wir eine ganz neue Qualität der Umweltbewegung brauchen, um diese schon begonnene Katastrophe zu stoppen." Dazu gehört der dringend notwendige Aufbau einer internationalen Widerstandsfront zur „Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft". Das ist auch eine der Hauptlosungen der MLPD im Bundestagswahlkampf.

Das ganze Interview gibt es in der aktuellen Printausgabe der "Roten Fahne" und hier auf "rf-news"