Umwelt

Fukushima: Fast 10.000 Arbeiter mit erhöhtem Leukämie-Risiko haben Anspruch auf Entschädigung

Fukushima: Fast 10.000 Arbeiter mit erhöhtem Leukämie-Risiko haben Anspruch auf Entschädigung
Arbeiter in der massiv verstrahlten Atom-Ruine von Fukushima foto: simply info

13.08.13 - Wie „Asahi Shimbun“ (Online-Ausgabe einer großen japanischen Tageszeitung) am 5. August berichtet, haben mindestens 9.640 Personen, die zwischen dem 11. März und dem 31. Dezember 2011 im AKW Fukushima Daiichi einer Strahlung von fünf Millisievert oder mehr ausgesetzt waren, Anspruch auf Entschädigung im Falle einer Leukämie-Erkrankung ein Jahr nach ihrem Einsatz. Doch darüber wissen die wenigsten der Betroffenen Bescheid. So haben bisher nur vier Erkrankte einen Antrag gestellt. „Die Regierung scheint den Schutz der Arbeiter nicht ernst zu nehmen“, sagte Saburo Murata, stellvertretender Direktor des Hannan-Chuo-Krankenhauses. „Sie sollte die Verantwortung für medizinische Vorsorgeuntersuchungen übernehmen ...“ Das Gesundheitsministerium gab zu, dass es kein System zur Information der betroffenen Arbeiter über ihre Rechte auf Entschädigung gibt. Kostenlose Krebsuntersuchungen bieten das Ministerium und TEPCO nur für diejenigen an, die mehr als 50 Millisievert Strahlung im Jahr ausgesetzt waren. Das sind nur zirka zehn Prozent der Betroffenen.