Umwelt

"Kumpel für AUF" lädt zum Frühschoppen über drohenden Giftmüllskandal im Ruhrgebiet

23.08.13 - Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der überparteilichen Bergarbeiterinitiative "Kumpel für AUF":

In den 90er Jahren wurden in stillgelegten Bergwerken hochgiftiger Müll aus Müllverbrennungsanlagen, Filterstäube aus Kraftwerken, Rückstände aus der Stahl- und Zementproduktion, Gießereibetrieben und der Klärschlammverbrennung deponiert. In dem Giftmüll sind gefährliche Stoffe, wie Dioxin und Schwermetalle wie Blei und Cadmium enthalten.

Nun will die RAG nach der Stilllegung des deutschen Steinkohlebergbaus 2018 die das Grubenwasser bis auf eine Teufe von 500 m ansteigen lassen. „Eine gefährliche Suppe, auf der das Ruhrgebiet zwischen Duisburg und Bergkamen schwimmt, spätestens dann, wenn die RAG die Pumpen abstellt, die das Grubenwasser abpumpen“, warnt der Bergmann Christian Link aus Gelsenkirchen-Horst. Er befürchtet eine „gigantische Zeitbombe ähnlich wie in der Asse“. Der Landwirt Hermann Schulze aus Bergkamen befürchtet, dass seine Äcker dadurch mit giftigen Stoffen belastet werden.

Zu diesem Giftmüllskandal führt die Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ einen Frühschoppen durch. Teilnehmen werden der Landwirt Hermann Schulze-Bergcamen, der den Skandal an die Öffentlichkeit brachte, der Gutachter Harald Friedrich, die Stadtverordnete von AUF-Gelsenkirchen Monika Gärtner-Engel, der Stadtverordnete von BergAUF Bergkamen Werner Engelhardt, sowie der öffentliche Sprecher der Bergarbeiterzeitung „Vortrieb“, Stefan Engel.

Der Frühschoppen findet am 25.08.2013 von 11.00 bis 13.00 Uhr in der Horster Mitte (gegenüber Schloss Horst), Schmalhorststr. 1 in Gelsenkirchen-Horst, statt. Eingeladen sind dazu alle Kumpel, Freunde und Familien, aber auch Vertreter der Presse.