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Todesschwadronen in den USA ausgebildet?

Solingen (Korrespondenz), 19.8.13: Todesschwadronen gab es nicht nur wie weitgehend bekannt in den lateinamerikanischen Staaten, sondern auch direkt in den USA. Das schreibt zumindest Jeffrey M. Carney, früherer hauptberuflicher Abwehrspezialist der US-Luftwaffe in Berlin in seinen Memoiren „Against all Enemies“ („Gegen alle Feinde“). Carney war erst nebenberuflich, dann auch hauptberuflich Topagent der Stasi.

Beim Abfotografieren geheimer Dokumente sei er auf einer Liste mit sieben Namen gestoßen. Sie waren Mitglieder von Todesschwadronen, die in den USA für Mordaufträge in ihrer Heimat ausgebildet wurden. Ein Greiftrupp des US-Geheimdienstes OSI kidnappte Carney im April 1991 auf offener Straße in Berlin, verschleppte ihn in die Staaten und verurteilte ihn zu 20 Jahren Militärgefängnis.