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Berlin: Angestellte Lehrer kampfstark gegen SPD/CDU Senat

Berlin: Angestellte Lehrer kampfstark gegen SPD/CDU Senat
Lehrerstreik in Berlin

Berlin (Korrespondenz), 03.09.13: Am 21. und 22. August haben jeweils 3.000 Berliner angestellte Lehrer ganztägig gestreikt für die Forderungen nach tariflicher Eingruppierungsregelungen und für alternsgerechte Arbeitsbedingungen. Bisher lehnt der Berliner SPD/CDU-Senat Verhandlungen mit der GEW kategorisch ab, obwohl das Arbeitsgericht Berlin im April das Land zum Verhandlungspartner der Gewerkschaft erklärt hat.

Das war die zweite Niederlage des Senats nachdem es ihm in Dezember letzten Jahres nicht gelang, die Streiks der GEW verbieten zu lassen. Damals wurde einer der Berliner Vorsitzenden sogar mit sechs Monaten Haft gedroht. Das sind die gleichen Parteien, die heute auf den Wahlplakaten mit heuchlerischen Sprüchen lächeln, wie „Das wir entscheidet“ und „Gemeinsam erfolgreich.“

Auf der Kundgebung sprach der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske und sicherte die Solidarität von ver.di zu. Die Arbeitgeber versuchen die beiden Gewerkschaften zu spalten. So wurde ver.di angeboten bisher verweigerte Tarifverträge für Theaterleute und Bühnenbildner abschließen zu können, wenn sie im Gegenzug auf eine Unterstützung der GEW in diesem Kampf verzichten. Das hat ver.di abgelehnt. Die Direktkandidatin der MLPD für Treptow-Köpenick, Petra Ilius unterstützte den Streik und die berechtigten Forderungen der Lehrer nach einheitlicher Bezahlung und einem Flächentarifvertrag aktiv. Der Kapitalismus führt zur Angleichung der Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Intellektueller mit denen der Arbeiter. Er schafft damit aber auch bessere Bedingungen für den gemeinsamen Kampf. Die GEW hat bereits weitere Kampfaktionen angekündigt