Politik

Landtagswahl Bayern: Wahlsieger CSU mit zweitschlechtestem Ergebnis ihrer Geschichte

München (Korrespondenz), 16.09.13: Die CSU feiert sich als glänzenden Sieger der Landtagswahl in Bayern. Dabei wird dieser "Sieg" völlig überbewertet, denn sie hat das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in Bayern eingefahren. Außerdem fliegt ihr Koalitionspartner FDP aus dem Landtag. Die Wahlbeteiligung stieg um 6 Prozent auf 63,9 Prozent. Keine der beteiligten Parteien hat wirklich neue Attraktionen entwickelt.

Der Wahlkampf der CSU war darauf ausgerichtet, dass "Bayern gut dasteht". Die Jubelposen Seehofers für die errungenen 47,7 Prozent der Stimmen verdecken aber nur schlecht, dass die CSU immer noch satte 13 Prozent unter ihrem Spitzenergebnis 2003 liegt. Sie stärkte sich vor allem auf Kosten der FDP, die bundesweit unter ihrem desaströsen Image leidet. Die SPD scheiterte mit 20,6 Prozent klar an ihrem Ziel einer Ablösung Seehofers, auch wenn sie leicht Stimmen gewann. Selbst massive gewerkschaftliche Kampagnen für den SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude konnten keine Wechselstimmung erzeugen.

Die von Gewerkschaften und SPD gemeinsam geführte Kampagne für 8,50 Euro Mindestlohn überzeugte die Arbeiter kaum, die Urheberschaft der SPD für die Hartz-Gesetze ist im Proletariat sehr bewusst. Die Freien Wähler sanken von 10,2 Prozent auf 9,0 Prozent der Stimmen, die Grünen erzielten mit 8,6 Prozent ein Minus von 0,8 Prozent.

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