Politik

Will der MDR die MLPD mit Faschisten in einen Topf werfen?

Will der MDR die MLPD mit Faschisten in einen Topf werfen?
Klaus Arnecke (links) und Monika Kuske (Mitte) im Gespräch mit einem Kundgebungsteilnehmer (rf-foto)

Dessau-Roßlau (Korrespondenz), 12.09.13: Bis zu 60 Teilnehmer verfolgten die Open-Air-Diskussion der MLPD/Offene Liste in Dessau-Roßlau vor einigen Tagen bei schönstem Sommerwetter. Als Redner wurden Klaus Arnecke vom Zentralkomitee der MLPD, Monika Kuske, Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, sowie die Stadträtin der MLPD aus der Nachbarstadt Bitterfeld-Wolfen, Ina Korntreff, vorgestellt.

Das angekündigte Thema „Ist die Umwelt noch zu retten?“ setzte an den Erfahrungen der Leute in der Region mit der zweiten „Jahrhundertflut“ in den letzten elf Jahren an. In der Diskussion wies Klaus Arnecke überzeugend nach, dass sie vor allem das Ergebnis eines systematischen Raubbaus der Natur durch das international herrschende Finanzkapital ungeachtet der Folgen für Menschheit und andere Lebewesen sind.

Den Bericht über diesen Tag will die Redaktion des MDR „Sachsen-Anhalt heute“ am morgigen Freitag, 13. September zusammen mit einem Beitrag über die faschistische NPD bringen.  Klaus Fuchs, Kandidat auf der Landesliste Sachsen-Anhalt der MLPD, protestierte dagegen. Obwohl die Berichterstattung über die MLPD nach der „abgestuften Chancengleichheit“ ohnehin nur auf 90 Sekunden begrenzt wird, soll offensichtlich die sozialistische Alternative MLPD mit der faschistischen NPD in Zusammenhang gebracht werden. Zugesichert wurde ihm daraufhin nur, dass „eventuell eine Zwischenmoderation erfolgen könnte“.