Wirtschaft

Belegschaft bei IMI Norgren will trotz Einschüchterungsversuchen um ihre Arbeitsplätze kämpfen

Belegschaft bei IMI Norgren will trotz Einschüchterungsversuchen um ihre Arbeitsplätze kämpfen
Teile der Belegschaft von IMI Norgren bei den Protesten 2007 (foto: IG Metall Esslingen)

Esslingen (Korrespondenz), 27.09.13: Am Fuße der Schwäbischen Alb, in Großbettlingen, hat der Konzern IMI Norgren eine Fertigung von Pneumatikventilen, die bereits 2007 und 2009 geschlossen werden sollte. Eigentlich harmlose Warnstreiks für einen "Sozialtarifvertrag" brachten damals die "Just-in-time"-Lieferungen zu großen LKW-Konzernen wie MAN ins Stocken. Die Konzernführung von IMI Norgren musste damals gegen zirka 120 zumeist weibliche Montagearbeiterinnen, die im Werk sehr geschlossen kämpften, klein beigeben. Unterstützt wurden sie von der regionalen IG Metall.

Der Konzern hat vor zwei Wochen erneut die Stilllegung bekanntgegeben. Mit überraschend drastischer und panikhafter Kriminalisierung der kämpferischen Frauen wird diesmal versucht, jeden Widerstand im Keim zu ersticken, wie die IG Metall Esslingen in einer Presseerklärung beschreibt:

"Bereits zur Information der Belegschaft über den Schließungsbeschluss erschien der Geschäftsführer mit Bodyguards. Als die MitarbeiterInnen danach in die Montagehalle gingen, war diese voll mit rund 20 schwarz gekleideten Wachleuten, die selbst das Wechseln der Schuhe und das Schließen der Fenster kontrollierten. Seitdem wird das Werk mit seinen drei Zugängen rund um die Uhr von der Wachmannschaft 'gesichert'. … Die Beschäftigten kommen sich vor, als wären sie Verbrecher."

Die Frauen wollen trotzdem um ihre Arbeitsplätze kämpfen.