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Luxusgefängnis für Pinochets Folterer geschlossen

Düsseldorf (Korrespondenz), 28.09.13: In Chile ordnete Präsident Pinera gestern die Schließung eines Luxus-Gefängnisses an. Dort lebten zehn verurteilte Folterer des Militärdiktators Pinochets. Sie verfügten über einen Swimmingpool, Zellen mit Badezimmer, einem Tennisplatz. Die Gefängnisaufseher wurden als ihre Diener bezeichnet. Massenproteste hatten Präsidenten Pinera gezwungen, das Luxus-Gefängnis zu schließen.

Es wurde bekannt, dass die Folterer dort eine Grillparty feiern wollten zur Ehrung des Massenmörders Miguel Krassnoff. Krassnoff ist zu 144 Jahren Gefängnis verurteilt. Über 3.000 Menschen verloren in der Pinochet-Diktator ihr Leben und über 28.000 wurden gefoltert.

Die auch von der revisionistischen KP Chiles geförderte illusionäre Hoffnung, ein sozialistisches Chile auf friedlichem Weg zu erreichen, wurde von Pinochets Militärjunta im Blut erstickt. Eine bittere Lehre, dass es ohne die revolutionäre Beseitigung des bürgerlichen Machtapparats keinen Aufbau des Sozialismus geben kann.