Betrieb und Gewerkschaft

Kämpferische Protestkundgebung gegen Arbeitsplatzvernichtung

Kämpferische Protestkundgebung gegen Arbeitsplatzvernichtung
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Krefeld (Korrespondenz), 19.10.13: Insgesamt ca. 600 Kollegen versammelten sich gestern um "Fünf vor Zwölf" zu einer kämpferischen Protestkundgebung vor dem Rathaus in Krefeld. Aufgerufen hatte die IG Metall. Sehr viele kamen von Voith, wo ein Großteil der über 400 Arbeitsplätze durch Verlagerung nach China und zur Zentrale in Heidenheim bedroht sind. Delegationen von Outokumpu (ehemals Nirosta), Siemens, Hewlett Packard und aus Bereichen außerhalb der Metallindustrie nahmen teil.

Sie einte nicht nur die gemeinsame Betroffenheit der aktuellen Angriffe, sondern vor allem der Wunsch nach einem gemeinsamen Kampf. Die offiziellen Redner äußerten Verständnis und Solidarität, vertrösteten aber auch auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin – in der Frage, dass ein Tarifbruch wie bei Outokumpu bestraft werden solle. Konkrete Forderungen wurden nicht gestellt. Zu Recht sagten Azubis aus dem ersten Lehrjahr, dass sie sich davon nichts kaufen können und gekämpft werden muss.