Politik

Kein Kölsch für "Pro Köln"-Aktivisten

Köln (Korrespondenz), 19.10.13: 60 Gäste hatten sich für eine gemütliche Feier im Brauhaus "Goldener Pflug" in Köln-Merheim am letzten Sonntag angemeldet. Doch dann kamen erst mal zahlreiche vor allem junge Antifaschisten und klärten den Wirt über die anderen erwarteten Gäste auf: Es sollte eine Mitglieder-Versammlung der faschistoiden Partei "Pro Köln" mit ihrem Führer Markus Beisicht werden, der seine 45 Wahlkreiskandidaten zur Kommunalwahl 2014 aufstellen wollte.

Der Wirt war sauer, fühlte sich getäuscht, stornierte die Reservierung und untersagte das Treffen. Die etwa 50 Antifaschisten tranken gemütlich ein Kölsch in der Außengastronomie des Brauhauses – und warteten vergnügt ab: Aber es kamen neben gefühlten fünf "Pro Köln"-Anhängern lediglich zahlreiche Polizeibeamte. Die standen allerdings nur rum und hatten nichts zu tun. Beisicht bewertete diese geplatzte Mitgliederversammlung schäumend als "Anschlag auf die Demokratie" - es war wohl genau das Gegenteil der Fall!