Politik

Rund 400 Antifaschisten gegen "Pro NRW"-Auftritt in Hattingen

Rund 400 Antifaschisten gegen "Pro NRW"-Auftritt in Hattingen
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Hattingen (Korrespondenz), 21.10.13: Am 19. Oktober fand in Hattingen auf dem Untermarkt eine große Protestkundgebung des breiten Bündnisses "Buntes Hattingen gegen Rechts" mit ca. 400 Leuten gegen den provokativen Auftritt von "Pro NRW" statt. Die einhellige Meinung war, dass Rassismus keinen Platz in Hattingen hat. Neben der Bürgermeisterin, die in ihrer Rede das Recht auf Religionsfreiheit betonte, sprachen weitere Vertreter des Bündnisses.

Die REBELL-Sprecherin forderte das Verbot der faschistoiden Partei "Pro NRW". Eine Courage-Frau berichtete von ihrem Heimatland in Chile, in dem sie sechs Jahre lang unter faschistischen Verhältnissen leben musste. Sie forderte internationale Solidarität und ebenfalls das Verbot von faschistischen Parteien.

Die Teilnehmer zogen im Anschluss zur Martin-Luther-Straße vor die Moschee. "Pro NRW" trat mit ca. 15 Leuten auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Sie verbreiteten mit großer Lautsprecheranlage rassistische Hetze gegen den geplanten Ausbau der Hattinger Moschee. Unter anderem, Deutschland drohe "islamistische Unterwanderung" und damit die Scharia. Dies wurde von einem Tonband mit Kirchengeläut untermalt.

Die Antifaschisten skandierten dagegen Sprechchöre und pfiffen "Pro NRW" mit Trillerpfeifen aus. Hupende Autos kamen dazu. Leider wurde der Auftritt von "Pro NRW" nicht verhindert, weil die Polizei deren Kundgebung schützte. Der Platz war durch einen Zaun und eine vierspurige Straße mit Straßenbahndamm von der Moschee und der Menschenkette der Protestierenden getrennt.