Politik

30.10.13 - Helmut Schmidt ging von Bespitzelung aus

Altkanzler Helmut Schmidt spricht in der aktuellen Ausgabe der "Zeit" über die Praktiken der gegenseitigen Spionage. Jeder wisse, "dass die Auslandsgeheimdienste in aller Welt Dinge treiben, die nach dem dort geltenden Gesetz verboten sind", so Schmidt. Er selbst empfinde die gegenwärtige Aufregung als künstlich. Als Regierungschefin müsse Merkel davon ausgehen, dass sie abgehört werde. "Je nachdem, wem dies gerade technisch geglückt ist", so Schmidt. Während seiner Jahre "ging (das) so weit, dass meine Gesprächspartner zunächst die Leute begrüßten, die irgendwo mithörten, und erst dann zum Thema kamen", erinnert sich Schmidt.