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Hamburg: Demonstration für Lampedusa-Flüchtlinge

Hamburg: Demonstration für Lampedusa-Flüchtlinge
Besetzung der Vertretung der EU-Kommission am 10. Oktober in Berlin (foto: uwe hiksch)

Hamburg (Korrespondenz), 04.11.13: Am Sonnabend demonstrierten rund 15.000 Menschen für das Bleiberecht der Flüchtlinge aus Lampedusa. Es war die bisher größte der fast täglichen Demonstrationen und die größte seit Fukushima. Dass der Hamburger Senat unbeeindruckt von der Breite des Protestes und den aktuell bekannt gewordenen Ertrunkenen im Mittelmeer, die Flüchtlinge dennoch abschieben will, empört viele Hamburger.

Sie glauben den Versprechen nicht und durchschauen vielfach den Betrug der "Rechtstaatlichkeit", der die unmenschliche Praxis der Abschiebungen rechtfertigt. SPD und Hamburger Senat werden bewusster ins Visier genommen. Die "Rote Fahne" zur Solidarität mit Rojava und die vorgehende Nummer zum Flüchtlingsthema wurden gut verkauft. Unter den Demonstranten existiert ein Wunsch nach tiefgehender Orientierung und das internationalistische Bewusstsein wächst.

An der Demonstration hatten sich Gewerkschafter von ver.di und der GEW, Migrantenorganisationen wie AGIF, ADHK und DIDF beteiligt. Außerdem Mitglieder der Piratenpartei, der Linkspartei und der MLPD. Jugendliche waren die Mehrheit der Teilnehmer.