Betrieb und Gewerkschaft

Klare Worte beim Gütetermin zu Abmahnung von Horst Dotten durch Kolektor

Essen (Korrespondenz), 07.11.13: Beim Gütetermin vor dem Essener Arbeitsgericht am Montag zur Abmahnung des MLPD-Direktkandidaten Horst Dotten durch die Firma Kolektor (siehe "rf-news"-Bericht) versuchte es die Richterin mit einem Vorschlag zur Einigung: Da es ja nicht um eine Frage der Meinungsfreiheit ginge - Rücknahme der Abmahnung durch Kolektor einerseits, andererseits solle Horst Dotten künftig nicht mehr seine Kandidatur für die MLPD auf Betriebsversammlungen erwähnen dürfen.

Darauf ließ sich Horst nicht ein. Er erklärte, dass es sehr wohl um die Meinungsfreiheit geht: "Seit 30 Jahren spreche ich auf Betriebsversammlungen, soll das jetzt unterdrückt werden. Und warum sollen die Positionen der MLPD unterdrückt werden, während dies beispielsweise bei SPD-Politikern, die mit Wahlkampfmobilen in die Betriebe dürfen, nicht der Fall ist?

Über ein Dutzend Kollegen nahmen teil. Auf der Solidaritätskundgebung nach dem Prozess waren sich alle Anwesenden einig, den Kampf für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung angesichts dieser Auseinandersetzung zu ihrer Sache zu machen. Der erste Prozesstermin findet am 9.1.2014 um 9.30 Uhr vor dem Essener Arbeitsgericht statt.