Umwelt

Ein Bericht aus den Philippinen

15.11.13 - Am 13. November erreichte die "Deutsch-Philippinischen Freunde e.V." der folgende Brief von Medy Gonzales aus der philippinischen Hauptstadt Manila, den sie "rf-news" zur Verfügung stellten (gekürzt):

"Unsere Helfer im Haus und in der Apotheke haben ihre Familien in Samar und Leythe, der am schwersten betroffenen Insel. Erst gestern konnte einer ihrer Neffen den Kontakt herstellen. Edith erfuhr, dass ihr Ehemann Manuel und Sohn Edwin am Leben sind, aber jetzt in der Kirche der Stadt leben, die auch ein Evakuierungszentrum geworden ist. Ihr Haus wurde vollständig zerstört und alle ihre Tiere auf dem Hof wurden getötet.

Um sich zu retten, haben sich Manuel (73 Jahre) und Sohn Edwin (19 Jahre) viele Stunden an einem großen Pili-Nuss-Baum festgehalten. Der Neffe sagte, dass sehr wenig Hilfsgüter nach Carigara kommen. Die am meisten betroffene Stadt in Leythe, Tacloban, hat schlimmere Probleme - es liegen so viele tote Menschen immer noch überall.

Die Aquino-Regierung ist vollständig hilflos. Anstatt zu versuchen, Hilfsgüter in großen Flugzeugen und Hubschraubern zu schicken, fliegen sie Polizisten und Armee-Soldaten ein. Gestern wurden 250 Marines der US-Streitkräfte, einer Elitekampfeinheit, nach Tacloban eingeflogen. Der Hauptgrund ist, dass die Aquino-Regierung eine solche Angst davor hat, dass die Menschen ihre Angelegenheiten in ihre eigenen Hände nehmen. Das macht die Leute so wütend. Sie sagen, warum senden sie fortwährend Soldaten und Polizisten - sollen wir jetzt Soldaten und Polizisten essen?" (mehr unter www.dp-freunde.de)