Umwelt

Gemeinsame Aktion gegen AKW in Schweinfurt

Schweinfurt (Korrespondenz), 16.11.13: Mit Luftballonstarts von sechs AKW-Standorten sowie vom Forschungsreaktor Berlin-Wannsee hat ein Bündnis lokaler Anti-Atom-Initiativen die Gefahren der noch laufenden AKW wieder ins Bewusstsein gerückt und gezeigt, wie weit Luftballons (und also auch radioaktive Partikel) im Zweifel treiben können. ... Ein schwerer Atomunfall kann weit größere Gebiete verstrahlen und unbewohnbar machen – einer Studie des Bundesamts für Strahlenschutz zufolge sogar noch in 170 Kilometern Entfernung vom AKW.

Auch das Schweinfurter Aktionsbündnis hatte für heute aufgerufen. Bereits um 8.30 Uhr haben sich die ersten Aktivisten getroffen, um den Start vorzubereiten. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Von Kaffee über Tee – von Kuchen bis hin zu Brezeln. Bis kurz vor zwölf waren dann ca. 80 bis 100 Unterstützer da, die die Aktion unterstützen. Damit hatten die Veranstalter selbst nicht gerechnet.

Wie schon Tradition, wurde von den Teilnehmern lautstark der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Babs Günter (Sprecherin des Anti-AKW-Bündnis) forderte die Verantwortlichen auf, die Atomkraftwerke sofort abzuschalten und solange, wie noch Atomkraftwerken am Netz sind, endlich vernünftige Katastrophenschutzpläne zu machen und diese zu veröffentlichen. Nach einem beeindruckenden Start der Luftballons fand noch ein Stand der MLPD in der Schweinfurter Innenstadt statt.