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Philippinen: Schnelle Hilfe für Sturmopfer statt Korruptionssumpf

Düsseldorf (Korrespondenz), 13.11.13: Immer wieder ist in Statements von demokratischen und revolutionären Massenbewegungen in den Philippinen die Rede von "Pork". Es handelt sich dabei definitiv nicht um Schweinefleisch, wie die englische Übersetzung vermuten lässt. Es handelt sich um die Abkürzung von "Pork Barell" – nämlich "Schweinefleisch-Fass". So heißt der Fonds, der jedem Abgeordneten in den Philippinen zur Verfügung steht - pro Jahr eine Million Euro Größenordnung, den er frei einsetzen kann. Quasi die fest institutionalisierte Korruption.

Dagegen richtet sich schon das ganze Jahr ein Massenwiderstand in den Philippinen und aktuell die Forderung, dass diese Korruptionsfonds aufgelöst werden und für die Taifun-Geschädigten verwendet wird.

Daher kam auch die Frage des Vorsitzenden der Gewerkschaft KMU oder von Joan Salvador von der Frauenorganisation Gabriela: Wo sind die Hilfsgelder? (siehe kommende Druckausgabe der "Roten Fahne") Bei den Spendengeldern versickert in den Philippinen extrem viel in den Taschen der bürgerlichen Politiker. Die KMU schreibt heute, dass in den hauptsächlich betroffenen Gebieten heute früh noch wenig an Hilfe angekommen ist.