Umwelt

Präsident der Philippinen beschimpft überlebende Taifun-Opfer als Plünderer

Düsseldorf (Korrespondenz), 12.11.13: Beim Besuch der schwer zerstörten Stadt Tacloban sprach der Präsident der Philippinen, Benigno Aquino, bereits beim Aussteigen aus dem Flugzeug von der Entsendung von Soldaten, um gegen Plünderer vor zu gehen. Eine Verhöhnung der Opfer in dieser Region.

Die Überlebenden benötigen die Lebensmittel, die in Geschäften und Lagern sind. Seit über drei Tagen haben die Menschen kein Wasser, in Massen kein Essen, meist keinen Zugang zu Geld, keine Transport- und Kommunikationsmöglichkeit wie Telefon oder Ähnliches. Was außer dem Öffnen von Lagern kann die Menschen vor Verdursten oder Verhungern retten?

Der Vorsitzende "Gewerkschaftsbewegung des Ersten Mai" (Kilusang Mayo Uno) Elmer Labog (Bong) sagte aktuell dazu:

"Es ist empörend, dass die Regierung Aquino stattdessen auf die Anwendung von Gewalt gegen Überlebende von Yolanda setzt. Es gibt Plünderungen, weil die Hilfsaktionen der Regierung zu langsam und unzureichend sind! ... Die Menschen sind durstig und hungrig und brauchen Medikamente. Sie verloren gerade ihre Häuser und Menschen, die sie liebten. Die Regierung sollte alle Bestechungsfonds für Abgeordnete und Fonds für den Katastrophenfall einsetzen, um so schnell wie möglich zu helfen."

Mehr dazu in der nächsten Druckausgabe der "Roten Fahne".