Umwelt

15.000 bei Umweltdemonstration am Samstag vor dem Kanzleramt

15.000 bei Umweltdemonstration am Samstag vor dem Kanzleramt
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Berlin (Korrespondenz), 02.12.13: Rund 15.000 Menschen beteiligten sich am Samstag, den 30. November, an einer Demonstration im Berliner Regierungsviertel. Die Teilnehmer kamen mit Sonderzügen und Bussen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Aufgerufen hatten über 60 Umweltorganisationen wie der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt" und Einzelpersonen. 

Der Protest richtete sich vor allem gegen die Koalitionsvereinbarungen von CDU/CSU und SPD in der Umweltpolitik. Redner der Kundgebungen waren u.a. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation "ausgestrahlt"
und Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks Campact. Nach einer Auftaktkundgebung ging die Demonstration zum Kanzleramt, wo vor der Abschlusskundgebung auf dem Washingtonplatz eine symbolische Umzingelung stattfand.

Verschiedene Redner auf der Abschlusskundgebung prangerten an, dass die BRD weiterhin zweitgrößter Atomproduzent in Europa ist und nach den Koalitionsvereinbarungen ein Neubau und Betrieb von Kohlekraftwerken für die nächsten Jahrzehnte geplant ist. Keiner der Redner ging jedoch auf den Zusammenhang zwischen der drohenden globalen Klima- und Umweltkatastrophe und dem Kapitalismus ein. Stattdessen wurden auch Illusionen von einer „Dezentralisierung und Demokratisierung“ verbreitet, ohne dass die Alleinherrschaft des internationalen Finanzkapitals gestürzt wird. Appelle „Begreift jetzt endlich ihr Energiekonzerne. Die Zukunft gehört uns“ werden nicht fruchten.

Die REBELL-Broschüre „Die Gefahr der Umweltkatastrophe und die internationale sozialistische Revolution“ stieß auf Interesse. „Ich nehme hier an der Demo teil, um der Energiepolitik der Regierung und dem Kapitalismus die Faust zu zeigen", so ein Jugendlicher am offenen Mikrophon.