Politik

„Müller gegen Müller“ – wer gehört eigentlich vor Gericht?

Stuttgart (Korrespondenz), 02.12.13: Am 8. und 29. November 2013 fand vor dem Stuttgarter Landgericht ein Berufungsprozess statt, der bei den Gegnern des Wahnsinnsprojekts „Stuttgart 21“ längst schon die Bezeichnung „Müller gegen Müller“ erhalten hat. Dabei war den rund siebzig Zuschauern klar: Die Verantwortlichen für den brutalen Polizeieinsatz des „Schwarzen Donnerstags“ am 30. September 2010 im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart gehören vor Gericht, nicht der Angeklagte! 

Worum es in diesem Prozess im Detail ging, kann man in der kommenden "Rote Fahne" lesen. (hier bestellen)

Nur so viel sei verraten: Im Zentrum stand ein Button mit fünf Zentimeter Durchmesser. Er wurde vom Angeklagten Peter Müller am 5. Oktober 2010 bei einem Protest gegen die illegalen Baumfällungen im Mittleren Schlossgarten getragen wurde: Deutlich zeigt er den unbehaarten Schädel des Polizeioberkommissars (POK) Dirk Müller. Er ist als prügelnder Polizist in vorderster Reihe nicht nur gegen Demonstranten am „Schwarzen Donnerstag“ berüchtigt.