Betrieb und Gewerkschaft

Airbus-Aktionstag: "Das geht gar nicht, dass Leute rausgeschmissen werden"

Airbus-Aktionstag: "Das geht gar nicht, dass Leute rausgeschmissen werden"
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Hamburg (Korrespondenz), 28.11.13: Rund 3.000 Kolleginnen und Kollegen aus dem Airbus-Werk Finkenwerder und dem kleineren nahe gelegenen Werk Buxtehude versammelten sich zum bundesweiten Airbus-Aktionstag für eine knappe Stunde vor dem Werk in Hamburg (Finkenwerder). Vorne dran standen die Auszubildenden. Die Kolleginnen und Kollegen bewegte die Solidarität besonders mit den Kollegen von Airbus Military.

In Interviews mit der Kollegenzeitung "Flugzeugbauer" betonte eine Kollegin aus Buxtehude: "Das geht jetzt gar nicht, dass Leute rausgeschmissen und Stellen abgebaut werden. ... Im Gegenteil, wir brauchen Neueinstellungen, damit wir die Arbeit schaffen können. Die Leiher und Kolleginnen und Kollegen mit Werksverträgen müssen fest eingestellt werden!"

Im Gegensatz zu diesen klaren Worten standen die Reden des Vertreters der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, wie auch der Betriebsrats-Spitze. Sie betonten vor allem Erwartungen an die große Koalition, im Sinne der Kolleginnen und Kollegen zu handeln.

Die Landesleitung Nord-West der MLPD erklärte dazu: "Kampf und jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz – 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich als Konzernvereinbarung, sofort!" (vollständiger Text der Erklärung) Die Erklärung wurde von vielen Kolleginnen und Kollegen interessiert aufgegriffen. Man spürte bei ihnen eine Nachdenklichkeit. Sie spendeten außerdem für die Kollegenzeitung "Flugzeugbauer" über 20 Euro, was ein wachsendes Potential für eine kämpferische Antwort auf die Pläne von EADS/Airbus unterstreicht.