Politik

Greiz: Antifaschisten schützen Flüchtlinge

Greiz (Korrespondenz), 28.11.13: Im thüringischen Greiz hatte am 23. November ein Bündnis antifaschistischer Kräfte zur Demo gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus aufgerufen. Gut 120 Antifaschisten, meist Jugendliche, bekundeten ihre Solidarität mit den Flüchtlingen, welche hier unter dem Schutz der Polizei durch einen zeitgleichen Fackelaufzug von 200 Neonazis und Bürgern bedroht wurden.

Die Demonstranten wurden informiert, dass Landrätin Frau Schweinsburg ein Verbot erlassen hat, die Flüchtlinge in ihrer Unterkunft zu besuchen. Weiterhin wird Kindern von Flüchtlingen bisher der Schulbesuch und der Kindergartenbesuch verweigert. Der Jenaer Pfarrer Lothar König fuhr mit Lautsprecherwagen im Demozug mit.

Die Demo zeigte sich kämpferisch und lautstark. Auch einige der bedrohten Flüchtlinge waren gekommen. Auf der Auftakt- und Abschlusskundgebung sprachen Vertreter des Flüchtlingsheimes in Greiz und Vertreter antifaschistischer Jugendlicher. Es wurde auf die dramatische Zuspitzung der rassistischen Stimmungsmache in Schneeberg (Sachsen) aufmerksam gemacht und auch auf die Gefährlichkeit der entstehenden "Bürgerinitiativen". Ebenso wurden die rassistischen Asylgesetze der Regierung angeprangert.