Betrieb und Gewerkschaft

Hafenarbeiter: "Mit Erpressern darf es keine Verhandlungen geben"

Hafenarbeiter: "Mit Erpressern darf es keine Verhandlungen geben"
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Lübeck (Korrespondenz), 17.12.13: Mit selbst gemachten Transparenten zogen nach einem Aufruf von ver.di am Samstag, 14. Dezember, über 200 Lübecker Hafenarbeiter durch die weihnachtliche Lübecker Altstadt. Ihre Forderung: Der Minderheitsgesellschafter an der LHG (Lübecker Hafengesellschaft), die "Deutsche Asset & Wealth" - eine Tochter der Deutschen Bank für Vermögensverwaltung - soll endlich dem ausgehandelten Tarifvertrag von 2012 über eine Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde zustimmen.

Einige Hafenarbeiter aus Hamburg drückten ihre Solidarität aus, empörte Ehefrauen der Hafenarbeiter waren mit auf der Straße. Die Ortsgruppe Lübeck der MLPD erklärte sich in einem Flugblatt "von ganzem Herzen solidarisch mit dem berechtigten Kampf der Lübecker Hafenarbeiter".

Die Hoffnung von Hafenarbeitern, mit dem zweijährigen Verzicht auf Lohnerhöhungen Ruhe vor weiteren Angriffen zu haben, hat sich nicht erfüllt. Diese Profithaie können nur zu Zugeständnissen gezwungen werden, wenn die Hafenarbeiter in die Offensive gehen: Für weitere Arbeitszeitverkürzungen und kräftige Lohnerhöhungen. Eine ganz andere Stärke entwickeln die Hafenarbeiter, wenn sie gemeinsam mit den Kollegen anderer Hafenbetreiber in Lübeck und in anderen Ostseehäfen wie Rostock kämpfen, damit dort nicht wieder Streikbrecherarbeiten gemacht werden.