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Japanische antiimperialistische Vereinigung verurteilt Provokation des Ministerpräsidenten Shinzo Abe

28.12.13 - In einer Erklärung der japanischen antiimperialistischen Vereinigung AWC (eigene Übersetzung aus dem Englischen) vom 27. Dezember heißt es dazu:

Verurteilt den Besuch von Premier Minister Abe beim Yasukuni-Schrein!

Der japanische Premierminister Shinzo Abe besuchte den Yasukuni-Schrein am Morgen des 26. Dezembers 2013. Wie verurteilen das entschieden. Das ist eine beschämende Schändung aller Opfer des japanischen imperialistischen Aggressionskrieges in Asien. Das ist auch ein Angriff und ein feindlicher Akt gegen alle Völker in Asien genauso wie gegen alle friedliebenden Menschen in Japan.

Seit der Amtseinführung der Abe-Administration haben Kabinettsmitglieder und viele Parlamentsabgeordnete - die zu der "Vereinigung von Mitgliedern der gesetzgebenden Versammlung für gemeinsame Besuche des Yasukuni-Schreins" gehören - ihn während der jährlichen Frühjahrs- und Herbst-Feste besucht. Diese "Vereinigung" besteht aus Parlamentsmitgliedern der Liberal-Demokratischen Partei, der Japanischen Wiederherstellungspartei und eines Teiles der Demokratischen Partei Japans.

Gegenüber den Protesten der Regierungen von Südkorea, China und anderen rechtfertigte Premierminister Abe diese Besuche des Yasukuni-Schreins, indem er argumentierte, es sei eine Frage der Freiheit, seinen Respekt und seine Verehrung gegenüber den wertvollen Seelen der Toten des Krieges auszudrücken. Wir werden keine Art von Einschüchterung betreiben. Abe bezeichnete die Proteste der Südkoreanischen und der chinesischen Regierung als Einmischung in die inneren Angelegenheiten und gab ihnen arrogant die Schuld an dem Konflikt.

Der Yasukuni-Schrein war das geistige Rückgrat der japanischen imperialistischen Armee, die den Invasionskrieg in Asien ausgetragen hat. Er ehrt die toten japanischen Soldaten, deren Loyalität dem Eroberer galten, als "die Geister der Kriegstoten". Sogar nach 1945, dem Jahr der japanischen Niederlage im Invasionskrieg in Asien, wurde er zunächst auch den Kriegsverbrechern der Klasse B/C und dann den Kriegsverbrechern der Klasse A gewidmet. Bis heute haben die Betreiber des Yasukuni-Schrein die Urteile im Tokioer Kriegsverbrecher-Prozess ignoriert und den Invasionskrieg des japanischen Imperialismus gerechtfertigt. Premierminister Abe rechtfertigte auch diesen japanischen Invasionskrieg in Asien und ehrte die Toten für diese Taten.

Zur Zeit versucht die Abe-Regierung, die japanisch-US-amerikanische Militärallianz zu festigen und die japanischen Selbstverteidigungskräfte in bewaffnete Streitkräfte umzuwandeln, die gemeinsam mit den US-Streitkräften auf der ganzen Welt eingesetzt werden können. Die Regierung schuf den japanischen Sicherheitsrat als Hauptquartier für mögliche künftige Invasionskriege und beschloss das Gesetz für nationale Sicherheit ohne Rücksicht auf die massiven Proteste aus der Bevölkerung. Sie hat das Ziel, den Artikel 9 der japanischen Verfassung zu ändern und Nationale Verteidigungskräfte aufzubauen mit dem Ziel, Japan zu militarisieren.

Die Abe-Regierung nimmt keine Rücksicht auf die japanische Vergangenheit und den damaligen Invasionskrieg in Asien und will den japanischen Staatsapparat so umbauen, dass er in Zukunft wieder Invasionskriege durchführen kann. Sie wirbt für Chauvinismus und Rassismus und nutzt dafür den Streit um die Diaoyu-Inseln und die Dokto-Inseln und plant, ihre militärische Aufrüstung zu intensivieren. Der Besuch von Abe am Yasukuni-Schrein ist Teil dieser japanischen Militarisierung und ein Manöver, um den japanischen Invasionskrieg in Asien während des 2. Weltkrieges zu rechtfertigen und die Kriegstoten des japanischen imperialistischen Eroberungskrieges zu verherrlichen.

Erneut verurteilen wir entschieden den Besuch des japanischen Premierministers am Yasukuni-Schrein. Wir fordern entschieden, dass er nie mehr den Schrein verehrt. Wir erklären hiermit, dass wir einen weiteren Besuch am Schrein zusammen mit den asiatischen Völkern verhindern werden, falls er ihn erneut besuchen sollte, ohne Rücksicht auf die großen Proteste in Japan und in Asien.