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"Hört den Lampedusa Blues"

"Hört den Lampedusa Blues"
Foto: COR

Hattingen (Korrespondenz), 14.01.14: Das Schicksal der afrikanischen Bootsflüchtlinge auf Lampedusa und in den Zielländern ihrer Flucht beschäftigt die Menschen in Europa nach wie vor. So hat die Hardcore-Band "COR" jetzt einen Song mit dem Titel "Lampedusa Blues" geschrieben, in dem sie die Zustände in den betreffenden Ländern und die Verbindung in die imperialistischen Staaten explizit benennt.

Sie geht dabei allerdings nicht den Kapitalismus direkt an, sondern appelliert vor allem an mehr Nächstenliebe in der Gesellschaft. Mit dem Download des Videos zum Song von der bandeigenen Homepage spendet der Downloader für die Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg. Hier das Statement der Musiker zur Entstehung des Titels:

"Menschen fliehen aus ihrer Heimat. Vor dem Hunger, der Folter und dem Tod. Sie klopfen an unsere Tür und bitten uns, ihnen zu helfen. Sie hoffen auf unsere Nächstenliebe. Doch wir lieben nur noch uns selbst und sind nicht willens, etwas zu geben. Die moderne Gesellschaft zeigt ihr Gesicht: kalt, gefühllos, gnadenlos und profitorientiert. Und wir als Musiker und Menschen leben in dieser Gesellschaft und spüren, dass hier etwas grundsätzlich verkehrt läuft. Und wir nutzen unsere Kraft und Fähigkeit und machen aus dieser Situation ein Lied. Ein Lied? Was soll das ändern? Die derzeitige Lage wahrscheinlich nicht, aber sicher das Denken und Handeln der Menschen, die es hören und weitergeben oder darüber erzählen. Daran glauben wir als COR und deshalb machen wir Musik. Um Menschen zu berühren und zu bewegen - mit Tönen und mit Worten. Hört den Lampedusa Blues."

Das Video zum Song ist hier auf Youtube zu sehen. Achtung: Es werden hier unter anderem Original-Bilder aus Afrika und Arabien gezeigt, wie Menschen misshandelt, gefoltert und auch getötet werden!