International

Neue Beweise zeigen, dass der Mord von Paris in Ankara geplant wurde

15.01.14 - Zum ersten Jahrestag der Ermordung der kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Saylemez hat der "Kurdish Democratic Society Congress in Europe" (KCD-E) eine Presseerklärung herausgegeben:

"Die Ton-Aufnahmen, welche am 12. Januar 2014, ein Jahr nach dem Mord in Paris, im Internet veröffentlicht wurden, beinhalten wichtige Informationen darüber, wie und durch wen der Mord in Paris geplant wurde. Ömer Güney, welcher sich in Frankreich befindet, hat in diesen Ton-Aufnahmen gestanden, dass er für den türkischen Staat arbeitet, den Mord selbst geplant und ausgeführt hat.

Aus den Ton-Aufnahmen, welche die Stimmen von Ömer Güney und den Vertretern des türkischen Staates beinhalten, stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen einzigen geplanten Mord handelt, sondern mehrere kurdische Politiker in eine Todesliste aufgenommen wurden und die Morde an diesen Politikern der Reihe nach verübt werden sollen. ...

Dieser Mord, welcher das kurdische Volk in ... große Trauer gestürzt hat, wurde in Ankara geplant. ... Der Türkei-Besuch des französischen Präsidenten François Hollande innerhalb diesen Monates gewinnt hier aufgrund der neuen Erkenntnisse an Bedeutung.

Die Erwartungen des kurdischen Volkes sind, dass Herr Hollande den Mord von Paris vorrangig thematisieren und die Akte zum Mord, welche sich auf dem Tisch des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdoğan befindet, an die französischen Regierungsbeauftragten weitergeben wird."