Politik

Prozess gegen Antifaschistin in Dortmund: Overhead-Folie "Schutzwaffe"?

06.02.14 - Mareen Heying wird beschuldigt, am Rande einer Demonstration gegen die neofaschistische Partei "Die Rechte" am 31.08.2013 in Dortmund eine Plastikfolie bei sich gehabt zu haben. Der Tatvorwurf lautet: "Führen einer Schutzwaffe".

In einer persönlichen Pressemitteilung schreibt sie: "Da Polizeibeamte immer wieder auf Demonstrationen und Kundgebungen wahllos gegen Demonstrierende vorgehen, habe ich zu meinem eigenen Schutz eine Overhead-Projektor-Folie bei mir geführt. Diese sollte ausschließlich dem Schutz meiner Augen und Atemwege dienen. Sie wurde mir abgenommen und ich erhielt einen Strafbefehl mit der Aufforderung, 300 Euro zu zahlen, was ich nicht einsah, da ich nur von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch machen wollte."

Der Prozess findet am Mittwoch, den 12. Februar, um 11 Uhr im Amtsgericht Dortmund statt, 1. Etage, Sitzungssaal 1.151, Gerichtsstraße 22. Vorher findet noch eine Pressekonferenz des antifaschistischen Bündnisses "Dortmund stellt sich quer" vor dem Gerichtsgebäude statt.