Wirtschaft

21 Stunden Warnstreik des Sicherheitspersonals am Frankfurter Flughafen

21 Stunden Warnstreik des Sicherheitspersonals am Frankfurter Flughafen
Impressionen vom Streik des Sicherheitspersonals (Collage: ver.di Hessen)

Frankfurt am Main (Korrespondenz), 25.02.14: Mit großem Erfolg legten am Freitag, den 21. Februar, die Beschäftigten des Sicherheitsbereichs den Betrieb am Airport Frankfurt lahm. Etwa 37.000 von 50.000 Flugpassagieren konnten nicht fliegen. 90 Prozent der Kollegen folgten dem Streikaufruf von ver.di und der Gewerkschaft Komba im dbb-Beamtenbund.

Sie fordern 16 Euro Stundenlohn sowie eine prozentuale Anpassung anderer Bereiche wie Services. Seit Dezember 2013 wird verhandelt. Die Flughafenbetreiber hatten zuletzt 10 Euro bis 13 Euro angeboten. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bremen werden bis zu 15 Euro gezahlt.

Bereits vor drei bis zehn Tagen gab es Warnstreiks auf den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg sowie Frankfurt-Hahn. Lufthansa, der Flughafenbetreiber Fraport und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft hetzten, der Streik sei "völlig überzogen" und "vollkommen inakzeptabel". Sie hatten wenig Vorbereitungen für Ersatzverbindungen getroffen, waren überrascht von der Teilnahme am Streik und schürten dann den Unmut unter den Passagieren. Unter den Fluggästen ist allerdings kaum keiner, der für 10 oder 20 Euro einen solchen Schichtjob macht.

ver.di hat keinen Grund, sich in die Defensive drängen zu lassen. Im Gegenteil, die Gewerkschaft hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die 34.000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen aus dem Niedriglohnsektor in der untersten Tarifgruppe von 8,23 Euro zu befreien.