Politik

Sperrbezirk - eine sehr fragliche Lösung

Sperrbezirk - eine sehr fragliche Lösung

14.03.14 - Zum Thema Straßenprostitution und ihren Auswirkungen hat das überparteiliche Kommunalwahlbündnis "AUF Gelsenkirchen" eine Pressemitteilung herausgegeben. So schreibt Martina Reichmann von "AUF Gelsenkirchen":

"Zu den Folgen der Prostitution war am 10.3.14 die Schlagzeile in der WAZ 'Anwohner fordern einen Sperrbezirk'. Kein Wort am gleichen Tag darüber, dass Mädchen und Frauen am Internationalen Frauentag die Ursachen und Wege aus der Prostitution thematisierten. Dazu hätte ich eine Berichterstattung erwartet. Bei den vielfältigen Beiträgen und Beteiligten der Aktion des Frauennetzwerkes Gelsenkirchen auf der Bahnhofstrasse standen die vielen Formen der Gewalt gegen Frauen im Brennpunkt. ...

Prostitution ist seit über zehn Jahren in Deutschland als 'Beruf anerkannt – mit verheerenden Folgen. Der Handel mit Frauen und Mädchen und Zwangsprostitution sind gestiegen. Der Aufruf der Organisation 'SOLWODI, Hilfe für Frauen in Not' zum Ausstieg aus der Zwangsprostitution, kann ich nur unterstützen: 'Zieh den Schluss Strich – der Kauf sexueller Dienstleistungen in Deutschland muss gesetzlich verboten werden'.

Diese Petition richtet sich an die Bundesregierung, um Veränderungen zu erreichen, wo andere Länder schon richtige Wege eingeschlagen haben, wie Norwegen, Irland, Frankreich; in Schweden ist Prostitution schon länger verboten, mit positiver Bilanz. In Deutschland gilt bisher das liberalste Gesetz von ganz Europa – von dem die Freier, Käufer, Zuhälter profitieren, nicht aber die betroffenen Frauen. Ihr Schutz, ihre Würde muss in dieser Auseinandersetzung in den Fokus."

Die komplette Pressemitteilung kann hier gelesen werden!