Wissenschaft und Technik

17.03.14 - Depressionen oft unzureichend behandelt

Menschen mit Depressionen werden in Deutschland unzureichend behandelt. "Drei von vier der schwer Erkrankten werden nicht angemessen versorgt", lautet das Fazit einer Studie der Bertelsmann-Stiftung mit Daten von 84 Betriebs- und Innungskrankenkassen, die dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorliegt. 56 Prozent der schwer Depressiven werden der Studie zufolge nicht ausreichend, 18 Prozent gar nicht behandelt. Dagegen erhalten 12 Prozent der Patienten mit nur leichten Symptomen Psychopharmaka, obwohl das medizinisch nicht angezeigt sei. Zugang zu einem Psychotherapeuten haben ältere Menschen mit seelischen Störungen dagegen kaum. Nach unveröffentlichten Zahlen der Barmer GEK bekamen von den weiblichen Versicherten im Alter von 35 Jahren fünf Prozent Psychotherapie, von den 70-Jährigen aber nur 0,8 Prozent.