Politik

Was von der versprochenen "Entlastung der Kommunen" übrig bleibt ...

19.03.14 - In einer Pressemitteilung vom 14. März greift das überparteiliche Kommunalwahlbündnis "AUF Gelsenkirchen" an, was aus der von der Großen Koalition versprochenen "Entlastung der Kommunen" werden soll:

Die treffende Einschätzung von AUF Gelsenkirchen über die verheerende Wirkung des Koalitionsvertrages der GroKo für Familien und Kinder, für die kommunalen Finanzen ist noch schneller als gedacht traurige Wirklichkeit geworden. Nachdem sich die Bundestagsabgeordneten blitzartig eine zweistellige Diätenerhöhung genehmigten (Kosten für den Bund etwa 1,7 Millionen Euro in 2014), geht es jetzt Schlag auf Schlag: die Erhöhung des Kindergeldes soll ebenso ausgesetzt werden wie die Finanzierung der Eingliederungshilfe für Behinderte als Entlastung der kommunalen Finanzen in die nächste Legislaturperiode verschoben werden soll.

"Ich beanstandete bereits in meiner Haushaltsrede, dass es im Koalitionsvertrag bei vagen Versprechungen zu Verbesserungen bleibt, diese unter einem allgemeinen Finanzierungsvorbehalt stehen und zudem die Gewerbesteuer als allgemeine Grundlage der Kommunalfinanzen beibehalten werden soll und fasste zusammen: 'Bei einem Blick in den Koalitionsvertrag der GroKo kann einem Angst und Bange werden um die Zukunft der kommunalen Finanzen'", so Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel (AUF).

Die Reaktion auf diese These im Rat war durchaus heftig: der OB versuchte zweimal, weitere Ausführungen zum Koalitionsvertrag zu unterbinden mit dem Hinweis, dies hätte nichts mit dem kommunalen Haushalt zu tun ... Jetzt ist der Katzenjammer groß, wenn die kommunenfeindliche Wahrheit ans Licht kommt! ...

Wenn der OB nunmehr – laut WDR 5 – "fassungslos" ist, dann sei ihm einfach empfohlen, den Redebeiträgen von AUF Gelsenkirchen aufmerksamer zu lauschen, anstatt den Versuch zu unternehmen, sie auszubremsen!