Umwelt

"Essen steht AUF": RWE verschnupft - Essen zittert

20.03.14 - In einer Presseerklärung vom 13. März schreibt das überparteiliche Kommunalwahlbündnis "Essen steht AUF":

Geht Essens größter Konzern in die Knie wegen des steigenden Anteils von erneuerbaren Energien in Deutschland? Deshalb würde der Gewinn sinken, heißt es, weil dadurch die konventionellen Kohlekraftwerke nicht ausgelastet seien. "Essen steht AUF" ist dem nachgegangen.

Der RWE-Verlust für das Jahr 2013 von 2,76 Milliarden Euro kommt vor allem durch "Wertberichtigungen" zustande, durch mehrfache Abschreibungen zur Steuerersparnis, weil ein Teil seiner Kraftwerke nicht mehr profitabel genug ist. Ohne diese Berichtigungen verringerte sich das sogenannte "nachhaltige Nettoergebnis" 2012 nur minimal von 2,46 Milliarden Euro auf 2,31 Milliarden. ...

Für AUF-Ratsherrn Dietrich Keil war zu erwarten, dass RWE jetzt die Forderung erhebt nach staatlicher Unterstützung und höheren Preisen für die Stromkunden. "... Das Umweltbewusstsein und der Widerstand der Menschen haben einen Schub in den erneuerbaren Energien bewirkt. Das steht in grundsätzlichem Widerspruch zur Logik von RWE, an seiner in jeder Hinsicht fossilen Energiegewinnung festzuhalten."

Für die Stadt Essen hat das Folgen. Die Dividende für die städtischen RWE-Aktien ist um 75 Prozent gesunken, ein Verlust der Stadt von knapp 60 Millionen in wenigen Jahren. Und wenn Essens Kämmerer die Korrektur ihres Buchwerts auf ihren um 62 Prozent gesunkenen Börsenwert vornimmt, zittert sich die Stadt schlagartig an die Überschuldungsgrenze heran.