Jugend

Jugendverband REBELL protestiert gegen Mindestlohn-Regelung ab 18

Jugendverband REBELL protestiert gegen Mindestlohn-Regelung ab 18
Lisa Gärtner (foto: REBELL)

22.03.14 - Der Jugendverband REBELL hat eine Pressemitteilung zur Mindestlohnregelung, die Ministerin Andrea Nahles angekündigt hat, herausgegeben.

Vor einigen Monaten tönte die SPD noch laut: Ohne den Mindestlohn werde es für sie keine Regierungsbeteiligung geben. Doch vor den Wirtschaftsvertretern wird Arbeitsministerin Nahles schwach: Für Arbeiter unter 18 und für Studentenpraktikanten soll der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde nicht gelten. Der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner, fordert sogar, alle unter 21 Jahren sollen vom Mindestlohn ausgeschlossen werden. Weiter hat Nahles Mitleid mit Branchen, "die aufgrund eines niedrigen Lohnniveaus Probleme mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro haben". Diese sollen bis mindestens 2017 Ausnahmeregelungen bekommen.

"Wir fordern eine prozentuale Anbindung der Ausbildungsvergütung an den Facharbeiterecklohn – und zwar in Höhe einer möglichen unabhängigen Lebensexistenz", so Lisa Gärtner, Vorsitzende des Jugendverband REBELL und eine der beiden Spitzenkandidaten der MLPD zur Europawahl. 

"Weg mit Hartz IV – und einen Mindestlohn von 10 Euro, unabhängig vom Alter! Doch auch mit 10 Euro pro Stunde besteht die Ausbeutung fort, weil insbesondere die Großunternehmen immer noch den allergrößten Teil des geschaffenen Werts aneignen. Deshalb gehört das ganze Ausbeutungssystem abgeschafft", so Lisa Gärtner weiter.

Die komplette Pressemitteilung kann hier gelesen werden!