Wissenschaft und Technik

Luftschadstoffe fördern Insulinresistenz bei Kindern

Wilnsdorf (Korrespondenz), 20.03.14: In einem Artikel der Zeitschrift "Der Allgemeinarzt" Nr. 17/2013 wird berichtet, dass erhöhte Feinstaubbelastung bei Kindern das Risiko steigert, eine Insulinresistenz zu entwickeln. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Helmholtz-Zentrums München. Die Forscher hatten dazu Daten und Blutproben von 397 zehnjährigen Kindern in Deutschland ausgewertet.

Bei 10,6 Mikrogramm pro Kubikmeter zusätzlichem Luftgehalt an Stickoxid stieg die Häufigkeit der Insulinresistenz um 17 Prozent. Bei 6 Mikrogramm pro Kubikmeter zusätzlichem Feinstaub betrug der Anstieg 19 Prozent. Luftschadstoffe gelten als potentielle Oxidationsmittel. Der "oxidative Stress" könnte eine Erklärung für die Entwicklung von Insulinresistenz sein.

Die Autoren schließen daraus, dass die Entwicklung von Diabetes im Erwachsenenalter mit Umweltfaktoren früherer Lebensabschnitte zusammenhängt.