Politik

Peter Hartz: Recycling als Experte gegen die EU-Jugendarbeitslosigkeit?

Peter Hartz: Recycling als Experte gegen die EU-Jugendarbeitslosigkeit?
Peter Hartz (foto: wikicommons)

Stuttgart (Korrespondenz), 17.03.14: Nachdem der ehemalige VW-Vorstand und wegen Bestechung der Betriebsratsspitze verurteilte Peter Hartz auch dank der bundesweiten Montagsdemo-Bewegung in den Augen der breiten Bevölkerung zur Unperson geworden ist, versucht er es im Ausland.

So berät er "inoffiziel"“ den französischen Präsidenten Hollande bei den von den dortigen Monopolen geforderten "Arbeitsmarkt-Reformen". Doch damit ist er nicht ausgelastet. So ist Peter Hartz auch Mitglied des Kuratoriums der "gemeinnützigen Stiftung Europatriates", die sich dem edlen Ziel verschrieben hat, die Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu bekämpfen.

Wie das erreicht werden soll, lässt sich aus der Tatsache erahnen, dass Hartz zum Thema "Was ist aus den deutschen Arbeitsmarktreformen übertragbar in Europa?" spricht. Klar, dass da auch die Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nicht fehlen darf.

Offensichtlich werden die Hartz-Gesetze als erfolgreiches Export-Modell für andere europäische Länder gesehen. Erfolgreich war dies aber nur für die deutschen Konzerne und ihre Konkurrenzfähigkeit. Katastrophal sind sie dagegen für die Arbeitslosen und die lohnabhängig Beschäftigten, weil der Zwang zur Annahme von Jobs erheblich zur inflationären Ausdehnung des Niedriglohn-Sektors in Deutschland beigetragen hat.