Wirtschaft

1.500 Beschäftigte legten Rhein-Main-Flughafen lahm

1.500 Beschäftigte legten Rhein-Main-Flughafen lahm
Proteste am Frankfurter Flughafen - wie hier 2012 - ziehen meistens größere Probleme bei der Abfertigung nach sich (foto: Musikpirat)

Frankfurt (Korrespondenz), 31.03.14: Am vergangenen Donnerstag, 27. März, um 3.30 früh, legten die Beschäftigen am Frankfurter Flughafen mit ihrem Warnstreik los. Er wird elf Stunden dauern. Koordiniert ist das Vorgehen mit den Warnstreiks auf den Flughäfen München, Düsseldorf, Köln-Bonn, Hamburg, Hannover und Stuttgart. 1.500 Beschäftige kamen um 9 Uhr zur Kundgebung und zogen danach in einem großen und bunten Demonstrationszug am Terminal 1 entlang. Mit dem Meer von Gewerkschaftsfahnen und mit Sicherheits-Jacken ausgestattet waren die Gewerkschaftsmitglieder gut sichtbar.

Der Warnstreik hatte von Anfang an durchschlagende Wirkung. Die Flughafen-Terminals sind leer wie nie. Keine Schlangen vor den Abfertigungsschaltern und Information, die Geschäfte menschenleer. Die Anzeigetafel meldete nur annullierte Flüge, erst ab 16 Uhr waren einzelne Abflüge geplant. Kein Wunder, dass Fraport fordert, mindestens die lukrativen Interkontinental-Flüge mindestens abzufertigen. Die Kollegen wissen: Die Folgen des Streiks werden noch eine Woche zu spüren sein.

Den Demonstranten war klar: "Wir haben den Flughafenbetrieb zum Stillstand gebracht. Das zeigt, was wir täglich leisten, wir können stolz auf uns sein." Die gute Stimmung trübte aber nicht den Blick, dass noch einiges vor ihnen liegt. ver.di fordert 1 Euro mehr pro Stunde und 3,5 Prozent Lohnerhöhung für alle. Es geht auch um die Forderungen nach 30 Tage Urlaub und unbefristete Übernahme für die Azubis.

... Demnächst wollen auch Piloten streiken, wie in der Urabstimmung beschlossen. Wenn das mit dem ver.di-Kampf zusammenfällt, wird der Streik an Wirksamkeit gewinnen.