Betrieb und Gewerkschaft

"BASTA!"-Frauen schreiben an GM-Chefin Mary Barra

05.04.14 - In einem Offenen Brief wenden sich das Opelaner-Frauenkomitee "BASTA!" an die Chefin des GM/Opel-Konzerns Mary Barra, um gegen die "Abwicklung" des Opel-Standortes Bochum zu protestieren. Darin heißt es unter anderem:

Sehr geehrte Frau Barra,

wir, das sind Frauen, Mütter, Töchter, Schwestern, Freundinnen der Mitarbeiter/innen bei Opel Bochum sowie der Zulieferbetriebe Johnson Controls um nur einen stellvertretend für alle anderen zu nennen. ... Nach lebenslanger Arbeit, all den Einsparungen, die bislang bereits von uns allen mit getragen wurden, droht jetzt die ungewisse Zukunft in einer Industrieregion, in der seit Jahren Arbeitsplätze vernichtet und Firmen geschlossen werden. ...

Da Ihr Vater als Schlosser bei Pontiac gearbeitet hat kennen sie die Situation der Arbeiter. ... Sie sind verheiratet und haben zwei Kinder, wissen also genau was es heißt, sich um den Partner zu sorgen und vor allem, zu was Frau, Mutter in der Lage ist, um ihre Familie, ihre Kinder zu beschützen. ...

Wir, die Frauen von "BASTA!" laden sie ein, nach Bochum zu kommen, um Ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Unsere Treffen sind an jedem ersten Wochenende im Monat. Wir werden nicht dabei zusehen, wie die Existenz unserer Familien, die Zukunft unserer Kinder und Enkel und der Untergang unserer Region vom Schreibtisch aus beschlossen und durchgeführt werden. Täuschen Sie sich nicht: die Menschen im Revier sind sehr arbeitsam, aber auch selbstbewusst und stolz. Sie mögen es nicht, wenn man sie in ihrer Ehre verletzt.

Das Werk Opel Bochum muss bleiben. Wir erwarten Ihre Antwort.