Umwelt

Kämpferische Bürgerinitiative "Gesundes Fürstenberg e.V."

Eisenhüttenstadt (Korrespondenz), 02.04.14: Seit ca. zwei Jahren setzt sich die Bürgerinitiative gegen eine Recyclinganlage zur Wehr, in der "gefährliche Abfälle", Schlacke und Asche verarbeitet werden sollen. Dagegen gab es von den Anwohnern an die 1.000 Einwendungen, es fand dazu im Februar ein Erörterungstermin statt. Diese Veranstaltung in einer 100 Plätze zählenden Gaststätte war total überfüllt, mit diesem Interesse hatten die Veranstalter sicher nicht gerechnet, denn dies verstärkte die engagierte Stimmung.

Viele der Einwender ergriffen das Wort, setzten mit klaren Fragen nach der tatsächlichen Gefährlichkeit der Stoffe nach, was bei Störfällen passieren kann, was die zu erwartenden Langzeitfolgen sind usw. Befremdlich war, dass die Recyclingfirma nach über einem Jahr die geforderten Informationen nicht liefern konnte oder wollte und sie bereits gegen städtische Bestimmungen verstieß, dies aber nicht von den zuständigen Stellen geahndet wurde. Seitens der Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt gibt es dagegen den Beschluss der Veränderungssperre für dieses Gebiet!

Da dies alles zu einer Alibiveranstaltung werden drohte, haben die Einwender die Veranstaltung verlassen, mit der Erkenntnis, das man sich in solchen Fällen am besten auf die eigene Initiative verlässt - und das galt bei weitem nicht nur für Teilnehmer der Bürgerinitiative "Gesundes Fürstenberg e.V."! Es sind also die Weichen gestellt, dass diese Auseinandersetzung entschlossen weitergeführt wird.

Aktivitäten, wie diese Bürgerinitiative und die mutigen Schritte von Christian Link gegen die Gefährdung des Grundwassers verdienen volle Solidarität. Schließlich erhebt sich die Frage nach einer neuen Organisationsform, einer Umweltgewerkschaft.