International

Vertreter der Internationalen Bergarbeiterkoordination aus dem Kongo wird erneut Visum verweigert

03.04.14 - Die Behörden Belgiens versuchen die internationale Zusammenarbeit der Bergleute mit bürokratischen Visa-Schikanen zu torpedieren. Erneut haben sie das Schengen-Visum für Eugène Badibanga Kapongo verweigert, der von der 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz 2013 in Arequipa Peru in die Internationale Koordinierungsgruppe gewählt worden ist. Sie führt im April ihr jährliches Treffen in Deutschland durch, wofür dem Kollegen Eugène Badibanga Kapongo die Einreise verweigert wird. Die EU hat die Schengen-Visa-Vergabe aufgeteilt, deshalb sind im Kongo die belgischen Behörden zuständig.

Bereits am 11. Februar hat die Botschaft Belgiens erstmals die Ablehnung begründet, obwohl alle geforderten Unterlagen, Bürgschaften, Versicherungen usw. eingereicht worden sind. Dieselben Gründe werden jetzt wieder vorgebracht. Es wird die Behauptung aufgestellt, Eugène Badibanga Kapongo ließe den Rückkehrwillen vermissen, weil er ein geringes Einkommen und kein Konto hat. Nach dieser Logik wird es jedem Arbeiter mit geringem Einkommen unmöglich gemacht, zu internationalen Treffen zu reisen.

Die erneute Ablehnung erfolgt trotz zusätzlicher Erläuterungen, Schriftstücke, sogar einer Empfehlung der deutschen Botschaft auf Anweisung des Auswärtigen Amtes der BRD! Offensichtlich wird daher der eigentliche Zweck, dass die belgischen Behörden im Dienste der internationalen Bergbaumonopole gegen die internationale Koordinierung der Bergleute vorgehen wollen. Das erfolgt in einer Reihe mit den verstärkten repressiven Maßnahmen gegen Delegierte der internationalen Bergarbeiterkonferenz wie Christian Link in Deutschland. Das wird nicht hingenommen.

Protestschreiben
- an die Belgische Botschaft in der Demokratischen Republik Kongo, Botschafterin Julie Waerzeggers, Maison Schengen, Kinshasa, E-Mail: maisonschengen@gmail.com
- an das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, 11013 Berlin, Fax: 030-18173402
- Bitte Kopie an info@minersconference.org