Politik

Ostermärsche haben begonnen

19.04.14 - Gestern begannen die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung. Sie stehen 2014 besonders im Zeichen der verschärften Kriegsgefahr um die Ukraine. Die MLPD ruft zur Beteiligung auf und ist selbst aktiv dabei.

In Berlin beteiligten sich heute ca. 1.000 Menschen - mehr als in den Vorjahren - am Ostermarsch unter dem Motto "Krieg wird gemacht - Wir stellen uns dagegen". Die Demonstranten nahmen insbesondere die deutsche Außenpolitik ins Visier und forderten die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr.

In Bremen beteiligten sich 250 Menschen am Ostermarsch, 300 waren es in Leipzig, 200 in Duisburg und 150 in Chemnitz. In Bruchköbel (Hessen) versuchten sich sieben Faschisten unter die – nach Polizeiangaben - 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu mischen. Sie wurden aber mit lauten Rufparolen vertrieben. 100 Menschen waren in Potsdam auf der Straße.

Ein Korrespondent berichtet vom Ostermarsch Saarbrücken: "Am diesjährigen Ostermarsch nahmen ähnlich wie im letzten Jahr etwa 150 Demonstranten teil. Hauptthema war die Zuspitzung der Kriegsgefahr in der Ukraine. Der Redner der Informationsstelle Militarisierung Tübingen griff sowohl die von der EU in der Ukraine verfolgten strategischen imperialistischen Interessen an als auch die der Gegenseite unter Putin. MLPD und Rebell stießen vielfach auf Interesse. Gerade Jugendliche nahmen das Flugblatt des Rebell zur Einschätzung der Situation in der Ukraine und interessierten sich für die Umweltpolitik der MLPD. Das Buch 'Katastrophenalarm' wurde verkauft. Neue Kontakte wurden geknüpft."

In München waren mit 700 Demonstranten mehr gekommen als in den letzten Jahren. "Darunter waren viele Jugendliche", berichtet ein Korrespondent. "Die Sorge um den Weltfrieden treibt die Menschen um. Im Zentrum stand die Kritik an den USA, der EU und dem deutschen Imperialismus, wie sie ihre Finger nach der Ukraine ausstrecken und zB einen Raketenschutzschirm nach Osten schieben. Von den Podiumsrednern völlig verharmlost bzw. gar nicht erwähnt wurde der russische Imperialismus. Um das Buch 'Katastrophenalarm ...' gab es interessante Gespräche. Hier standen die gesellschaftlichen Zusammenhänge von Beginn an im Mittelpunkt."

Für Ostersonntag und –montag sind weitere Demonstrationen und Kundgebungen geplant. "rf news" freut sich über weitere Berichte, Bildmaterial und Korrespondenzen bis Ostermontag mittags.