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19.04.14 - Mount Everest: Zwölf Sherpas getötet

Beim bisher schwersten Unglück am Mount Everest wurden am Freitag durch eine Lawine mindestens zwölf nepalesische Sherpas getötet. Die Opfer waren ausnahmslos Bergführer und Lastenträger aus der Region. Sie bauten für fünf Expeditionen Zelte auf, lagerten Lebensmittel ein, bereiteten Sicherungsmechanismen vor und trugen Material den Berg hoch. Seit Jahren mehrt sich die Kritik daran, dass die Besteigung der Himalaya-Riesen teilweise regelrecht zum Luxus-Tourismus verkommt. Von den 334 Bergsteigern in 31 Teams, die heuer die Erlaubnis bekamen, den Mount Everest zu besteigen, verfügen bei weitem nicht alle über ausreichende Kondition und bergsteigerische Kompetenz. Tausende Nepalesen verrichten die anstrengende und hochgefährliche Arbeit für 10 Euro am Tag, um diesen Bergsteigern die Tour überhaupt zu ermöglichen.