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Gelsenkirchener Montagsaktion organisiert Solidarität mit syrischen Flüchtlingen

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 15.04.14: Eine große Gruppe von Migrantinnen und Migranten aus Syrien und Rojava, dem syrischen Teil Kurdistans, war am Montag mit ihren ganzen Familien zur 482. Gelsenkirchener Montagsaktion gekommen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Sie berichteten über die großen Schwierigkeiten, Verwandte aus dem vom Krieg zerrütteten Syrien hierher holen zu können und welche besonderen Hindernisse das Gelsenkirchener Ausländeramt dabei aufrichtet. Berichtet wurde auch über den mutigen Kampf in Rojava, dem syrischen Teil Kurdistans, wo sich die Bevölkerung gegen die Aggression sowohl des Assad-Regimes als auch der sogenannten Rebellen - islamische Fundamentalisten - zur Wehr setzen.

Kritisiert wurde die Bundesregierung, die nicht zuletzt durch Waffenlieferungen an Saudi-Arabien den Krieg anheizt und zugleich eine heuchlerische Politik mit minimalen Kontingenten für Flüchtlinge betreibt – während Millionen auf der Flucht sind.

Vielfältige Solidaritätserklärungen wurden am offenen Mikrofon vorgetragen, der Ruf "Hoch die internationale Solidarität" erscholl ebenso wie internationalistische Lieder.

Der mutige Kampf in Rojava ist ein ermutigendes Signal wie Menschen selbst unter den Bedingungen eines grausamen Krieges ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Spontan schloss sich eine Demonstration durch die Fußgängerzone an, um mehr Aufmerksamkeit für das gerechte Anliegen zu erzielen.
Die Begleitung zum Ausländeramt durch Montagsdemonstration und eine engere Zusammenarbeit wurden vereinbart. Zum Ostermarsch und zur Demonstration "Humanitäre Aufnahme von syrischen Flüchtlingen - JETZT" am 23. April 2014 um 14.30 Uhr in Düsseldorf wurde aufgerufen.