Betrieb und Gewerkschaft

Christian Link klagt in zweiter Instanz gegen die RAG

Christian Link klagt in zweiter Instanz gegen die RAG
Christian Link und seine Frau rf-foto

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 22.04.14: Der Gelsenkirchener Bergmann Christian Link ist als Umweltreferent für „Kumpel für AUF“ aktiv. Öffentlich weist er auf die Gefahren der von der Ruhrkohle AG (RAG) teilweise bereits begonnenen Aufhebung der Grundwasserabsenkung hin.

Da seit den 1980er Jahren mindestens 1,6 Millionen Tonnen Sondermüll, davon mindestens 600.000 Tonnen hochgiftige Filterstäube aus Müllverbrennungs- und Industrieanlagen, in stillgelegten Bergwerksstollen entsorgt wurden, besteht die Gefahr, dass das aufsteigende Grubenwasser die Giftstoffe löst und mit dem Grundwasser vermischt. Somit besteht auch die Gefahr, dass die Giftstoffe in unser Trinkwasser gelangen. Aus diesem Grund hat die Ruhrkohle AG am 30. Januar dieses Jahres ein Anfahrverbot gegen Christian Link ausgesprochen. („rf-news“ berichtete)

Mittlerweile hat das Landesarbeitsgericht in Hamm einen Termin zur Verhandlung des Antrages von Christian Link auf einstweilige Verfügung gegen die RAG festgelegt. Es geht dabei darum, dass er als Betriebsrat das Recht erhält das Gelände der RAG zu betreten. Der Antrag gegen die RAG wurde in der ersten Instanz abgelehnt und wird jetzt in der zweiten Instanz verhandelt. Der Termin ist: 25. April 2014, 9 Uhr, Saal 6, Erdgeschoss, im Landesarbeitsgericht Hamm, Marker Allee 94, 59071 Hamm. „Kumpel für AUF“ wird für 8.15 Uhr eine Kundgebung anmelden.