Sie sind hier: Startseite

Die Lage in der Ukraine ist von sich weiter verschärfender Kriegsgefahr geprägt

Die Lage in der Ukraine ist von sich weiter verschärfender Kriegsgefahr geprägt

In den Kämpfen werden von der ukrainischen Armee Hubschrauber, wie der hier abgebildete Mi-8, eingesetzt (foto: LTC Taras Gren)

04.05.14 - Die Gefahr eines Krieges, der die gesamte Ukraine erfassen und eventuell auch auf die Nachbarländer übergreifen kann, ist zur Zeit so gegenwärtig wie noch nie zuvor. In verschiedenen Städten des Landes finden schwere Auseinandersetzungen zwischen ukrainischem Militär und russischen Separatisten statt, die zum Teil mit schweren Waffen wie Raketenwerfern und Hubschraubern ausgetragen werden.

Russische Separatisten schossen am 2. Mai zwei ukrainische Militärhubschrauber über der Stadt Slawjansk ab (siehe "rf-news"). In Slawjansk selber, wo die ukrainische Armee mit Truppen gegen die pro-russischen Kräfte vorgeht, werden von verschiedenen bürgerlichen Medien schwere Kämpfe gemeldet, die wohl vor allem mit leichten Infanteriewaffen geführt werden. Auch in der Nachbarstadt Kramatorsk wird gekämpft. In Lugansk wird geschossen. In Mariupol haben die ukrainischen Einheiten mit dem Sturm eines Verwaltungsgebäudes, in dem sich pro-russische Milizionäre verschanzt hatten, begonnen. Laut dem Nachrichtensender "ntv" setzen die ukrainischen Militärs Kampfhubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge ein. Die ukrainische Armee hat ihr Vorgehen ausgeweitet. In Odessa gab es gestern 42 Tote nach schweren Zusammenstößen (siehe „rf-news“).

Der Kampf, den sich die russischen, europäischen und amerikanischen Imperialisten um Märkte, Rohstoffe und Einfluss, liefern droht nun akut, das Land in einen Krieg zu stoßen.

Gleichzeitig versuchen die imperialistischen Kontrahenten eine Eskalation bis zum Äußersten zu verhindern. So setzte sich der russische Präsident Putin offenbar für die gestern erfolgte Freilassung europäischer Militärbeobachter ein. Zu eng sind auch verschiedene wirtschaftliche Verflechtungen mit Russland.

Nichtsdestotrotz will keiner zurückstecken. An der aktuellen Verschärfung sind alle drei Seiten aktiv beteiligt. Während die russische Seite beim Konflikt um die Krim noch ein lächerliches Versteckspiel mit „Phantomtruppen“ ohne Hoheitsabzeichen gespielt hat, gibt sie mittlerweile zu, dass die schwer bewaffneten und maskierten Milizionäre Unterstützung durch sie erhalten. Nicht ganz so plump, aber kaum weniger aktiv sind die EU-Imperialisten vor Ort tätig. Hier agieren im Hintergrund so genannte „OSZE-Beobachter“ und ziehen die Strippen. Dass es sich dabei um hochrangige Offiziere verschiedener EU-Armeen handelt, ist spätestens seit der Geiselnahme vor einigen Tagen öffentlich belegt. Seitens der US-amerikanischen Imperialisten wird mittlerweile offen mit „Schattenkriegern“ gearbeitet.

Wie „ntv“ unter Berufung auf Medienberichte und Mitteilungen deutscher Sicherheitskreise erklärt, wird die Regierung in Kiew von Spezialisten des Geheimdienstes CIA und der Bundespolizei FBI beraten.

Während die US-amerikanische Seite zur Zeit in Kiew am Drücker ist, wo sie „ihre“ Kandidatin Julia Timoschenko ins Präsidentenamt hieven will, haben sich die russischen Imperialisten um Wladimir Putin mit Hilfe von Separatisten und Milizen Teile der Ukraine mit Waffengewalt gesichert. Die EU versucht nun weiter über die "Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" (OSZE) Einfluss zu nehmen. Verteidungsministerin Ursula von der Leyen, rechtfertigt deren Einsatz immer noch als "wichtig und richtig". Aber was sollen Bundeswehrbeobachter dort eigentlich beobachten?

Diese Politik des Imperialismus und der aktiven Kriegstreiberei ist nicht im Interesse der Massen in Europa. Die Kandidatinnen und Kandidaten der MLPD machen im Wahlkampf überall die Lage in der Ukraine und den Kampf um den Weltfrieden zum Thema.

Artikelaktionen
Entwickelt durch Mediengruppe Neuer Weg   powered by Plone   Kontakt: webmaster@rf-news.de