Betrieb und Gewerkschaft

"Nein" zu antikommunistischen Ausgrenzungsversuchen gegen die MLPD am 1. Mai

"Nein" zu antikommunistischen Ausgrenzungsversuchen gegen die MLPD am 1. Mai

29.04.14 - Nach dem antikommunistisch motivierten Standverbot gegen die MLPD am 1. Mai in Nürnberg durch den DGB Mittelfranken ("rf-news" berichtete) werden weitere Ausgrenzungsversuche durch einzelne rechte Gewerkschaftsführer bekannt.

Aus Hagen teilt die MLPD mit: "Auch in diesem Jahr erteilte der DGB keine Genehmigung für einen MLPD-Informationsstand zum 1. Mai im Volkspark. ... Der Beschluss richtet sich vor allem gegen die MLPD, die seit über 30 Jahren an jedem 1. Mai einen Informationsstand durchführt, der zum festen Bestandteil der Mai-Kundgebung gehört. … Es wird höchste Zeit, dass dieses antikommunistische Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges verschwindet, und der Anspruch der Gewerkschaftsbewegung - auf antifaschistischer Grundlage - überparteilich zu sein, auch in Hagen verwirklicht wird. Die deutsche Arbeiterbewegung darf sich nie wieder aufspalten lassen in Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Strömungen."

Die Kreisleitung der MLPD Nürnberg/Erlangen/Fürth berichtet zur Auseinandersetzung in Nürnberg: "Es entwickelt sich ein breiter Protest gegen das Standverbot. Einzelpersonen, ganze Gewerkschafts- und Betriebsratsgremien fordern in ihren eigenen Schreiben an den DGB eine Standerlaubnis für die MLPD und wünschen sich eine breite und zahlreiche Beteiligung am 1. Mai in Nürnberg. In kurzer Zeit sammelte die MLPD selbst über 100 Unterschriften von Gewerkschaftsvertretern, Stadtratsmitgliedern, Betriebsratsvorsitzenden, Parteimitgliedern, Parteilosen und Organisationsvertretern."