Umwelt

08.05.14 - IPPNW kritisiert Strahlenschutzkommission

Auch 28 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl und drei Jahre nach der Reaktor-Havarie von Fukushima spielt die deutsche Strahlenschutzkommission deren gesundheitlichen Folgen herunter. Sie empfiehlt in ihrer neuesten Publikation zu "Planungsgebieten für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernkraftwerken" viel zu hohe Eingreifrichtwerte für Evakuierungen und "nimmt damit – konservativ geschätzt – billigend Zehntausende Opfer nach einem Super-GAU in Kauf", so die Ärztin Dr. Angelika Claußen vom IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs"). Drei der elf Mitglieder des Gremiums sind Leiter von Atomkraftwerken der Konzerne RWE, EON und Vattenfall.