Jugend

An der Universität braut sich etwas zusammen

An der Universität braut sich etwas zusammen
Studentenproteste 2005 in Dresden (foto: Burts)

Tübingen (Korrespondenz), 30.05.14: Es ist soweit, das Tauziehen zwischen Bund und Ländern über die künftige Finanzierung von Forschung und Lehre, sowie die laufenden Verhandlungen über den sogenannten Solidarpakt III in Baden-Württemberg haben alle in ihrem Protest vereint.

Das ist neu: Rektorat, Studierende und Beschäftigte haben am 21. Mai landesweit gemeinsam gegen das finanzielle Ausbluten der Universitäten demonstriert. Wann gab es in der Vergangenheit einen ausdrücklichen Aufruf des Rektorats zur Teilnahme an einer Demonstration?

In Tübingen waren es ca. 4.500, die sich lautstark einig darin waren, dass die bereits in den vergangenen Jahren erzwungenen Kürzungen die Universität an den Rand des Ruins gebracht haben.

Und die Zukunft sieht noch düsterer aus: Wenn der Landeszuschuss nicht deutlich steigt, droht allein der Universität Tübingen der Wegfall von 300 Stellen und damit eine weitere Arbeitsverdichtung, Gebäude- und Energiekosten werden nicht mehr gedeckt sein und die Studenten finden sich immer mehr in "unterfinanzierten akademischen Legebatterien" wieder, wie ein Studierendenratsmitglied am Mikrofon sagte. Durch die Kürzungen sind nicht nur komplette Studiengänge in Gefahr, es müssten vermutlich auch einzelnen Institute und kleinere Fakultäten geschlossen werden.