Umwelt

Droht das nächste Hochwasser nach einem Jahr?

Droht das nächste Hochwasser nach einem Jahr?
Sintflutartiger Regen führt inzwischen vielerorts zu Überschwemmungen

28.05.14 - Nur knapp ein Jahr nach der bisher verheerendsten „Jahrhundertflut“ in Mitteleuropa im Juni 2013 gibt es seit letzter Woche wieder extreme Unwetter mit Starkregen, Hagel und Gewittern: Letzte Woche begann es auf dem Balkan, inzwischen ist auch Deutschland erheblich betroffen. Starker Regen hat in der Nacht zum Mittwoch in Wettin im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) einen Hang abrutschen lassen. Die Erdmassen stießen gegen ein bewohntes Haus, das evakuiert wurde. In nördlichen Teilen des Saalekreises wurden in der Nacht mehrere Straßen überspült. Durch das sächsische Meißen wälzte sich eine Schlammlawine und richtete erhebliche Schäden an. In Dresden wurden mehrere Straßen unpassierbar. Die Geröllmassen rissen Fahrbahndecken auf und zerstörten Autos.

Auch in Bayern, Hessen und Niedersachsen gab es erhebliche Niederschläge, im Harz waren seit Dienstagmorgen innerhalb von 24 Stunden gebietsweise mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - so viel wie durchschnittlich etwa im gesamten Monat Mai. Den Spitzenwert registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit 66,7 Litern pro Quadratmeter im sächsischen Hoyerswerda.

Am Münchener Flughafen fielen circa 50 Flüge aus, knapp 100 Starts und Landungen mussten verschoben werden. Am Frankfurter Flughafen wurde das umkämpfte Nachtflugverbot nach 23 Uhr aufgehoben, 29 Flüge starteten erst später.

Der konkrete Grund für die extremen Niederschläge sind laut DWD die von Tief "Annetraut" und Hoch "Vinko" nach Deutschland transportierten Luftmassen, die im Norden Deutschlands aufeinander prallen. Jedoch gibt es auch in anderen Ländern extreme Unwetter: Ein Sturm mit Hagel und Starkregen hat in Tschechien Keller überflutet und den Verkehr gestört. Allein in Prag wurde die Feuerwehr am Dienstag zu mehr als 50 Einsätzen gerufen. Im Stadtzentrum flutete Regenwasser eine U-Bahn-Station, die Keller der Nationalbibliothek sowie Garderoben und Bühnenraum eines Theaters.

Am schwersten betroffen waren letzte Woche die Balkanländer Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina (siehe rf-news vom 19.5.2014). Die Zahl der Toten ist dort auf 59 angestiegen. In Bosnien stehen nach wie vor weite Gebiete unter Wasser. Als Folge des Balkankriegs explodieren Landminen, die hoch gespült werden und sich zum Beispiel in Schleusen verfangen. Im Krieg gegen Serbien 1999 hatten NATO-Einheiten Uran-Munition eingesetzt. Die Flugzeuge warfen die restlichen Uran-Bomben einfach in den Bergen ab - sie werden jetzt ebenfalls durch die Fluten aufgelöst und das radioaktive Uran durch die Wassermassen verbreitet – eine enorme Umweltverseuchung, von der man in den Massenmedien hier nichts hört!

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