Frauen

Grundrechte-Report 2014 kritisiert Aberkennung der Courage-Gemeinützigkeit

Grundrechte-Report 2014 kritisiert Aberkennung der Courage-Gemeinützigkeit
Martina Stalleicken vom FV Courage (foto: sven lüders)

04.06.14 - Am Dienstag, 3.6.2014, wurde der 18. Grundrechte-Report durch die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Karlsruhe präsentiert. "Der von acht namhaften Bürgerrechtsorganisationen herausgegebene Report zieht für das Berichtsjahr 2013 eine kritische Bilanz zum Umgang mit den Bürger- und Menschenrechten" heißt es in der Pressemitteilung der Herausgeber vom 3. Juni dazu.

Im Report wird auch die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Frauenverbands Courage durch das Finanzamt kritisiert. "Es ist sehr gut, dass die Verfasser dieses Berichts die Courage haben, dieses heiße Eisen anzupacken. Das ist auch angebracht – ist die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Courage doch eine Attacke auf demokratische Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und gelebte Solidarität! Angesichts vielfältigster frauenpolitischer Brennpunkte und den Beispielen aus dem Grundrechtereport muss man sich doch eher Sorgen machen um diejenigen, die keine Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen haben, anstatt über aktive Frauen, die sich damit nicht abfinden", so Martina Stalleicken vom Bundesvorstand des Frauenverbands Courage in einer Pressemitteilung. Auf Einladung der Herausgeber sprach sie im Anschluss an Frau Leutheusser-Schnarrenberger zur Presse  über den Entzug der Gemeinnützigkeit, den offensiven Protest von Courage und die breite Unterstützung. 

In der am Freitag erscheinenden Print-Ausgabe der "Roten Fahne" ist eine Leseprobe aus dem Grundrechte-Report abgedruckt. Hier die "Rote Fahne" bestellen.

Hier kann der Grundrechte-Report 2014 bestellt werden (ISBN: 978-3-596-03018-7)

Einen 2,5-minütigen Mitschnitt des Tagesschau-Bericht über den Grundrechte-Report anschauen.